Horse Trekking Extreme

  

Nach einer langen und wunderschönen Woche in den Bergen sind wir gerade wieder in Bishkek angekommen. Die Woche war – fast unbeschreiblich. Wir hatten so ziemlich jedes Wetter, das man sich vorstellen kann, zumindest aber einmal am Tag so schlimm Regen, dass unsere Schuhe, mühsam an jedem Vorabend am Feuer getrocknet, wieder durchnässt wurden. Trotzdem war es toll!

Wir sind, da es uns wieder gut ging, doch schon am Samstag gestartet. Da die Pferde jetzt aber für Sonntag bestellt waren, haben wir Essen für sechs Tage noch in unsere Rucksäcke gepackt – was echt ziemlich schwer war – und sind schon zu Fuß los. Wir sind in ein Tal gelaufen mit Wildbach am Talgrund, Wiesen daneben und Wäldern an den Hängen. An einem wunderschönen Platz haben wir unser Zelt aufgeschlagen, Feuerholz gesammelt und Michi hat mit den Kindern ein Wasserrad gebaut. 

  

Am nächsten Morgen kam dann unser Horseman Azad mit drei Pferden – sein eigenes, eins für unser Gepäck und eins für die Kinder zum Reiten. Die erste Etappe ging zu einer kleinen Ansiedlung von mehreren Guesthouses mit einem besonderen Highlight: heißen Quellen! Die könnten wir nach dem Marsch und Ritt durch Eisregen auch echt gut gebrauchen. Wir waren so durchgefroren und es hat in Strömen geregnet. Also haben wir uns die Handtücher geschnappt und sind in einen Schuppen, in dem ein Becken aus Beton eingelassen war und haben da im über 40 Grad warmen Wasser gebadet, mit Zwischeneinlagen im eiskalten Bergfluss zum Abkühlen. Den Kindern hat’s riesigen Spaß gemacht, wir waren alle wieder warm danach und haben furchtbar schlecht auf den den metallgefederten Matratzen geschlafen – aber immerhin war es trocken und uns wurde sogar ein kleiner Holzofen eingeschürt.

In den folgenden Tagen sind wir im Wechsel in Schnee, Regen und Hagelgeritten und gewandert. Zum Glück kam aber auch immer wieder die Sonne raus und hat uns gewärmt und getrocknet. Die Kinder haben das mal wieder besser weggesteckt als wir Erwachsenen. Azad, der selbst zwei kleine Kinder hat, war ganz begeistert von den beiden und hat sie immer gelobt. Wir waren wahrscheinlich die langsamste Gruppe, die er je geführt hat, dafür hat er uns am letzten Abend bei mehreren Flaschen Bier und Wodka am Feuer (wir hatten Minusgrade!) gestanden, dass wir zwar echt langsam waren, er aber mit uns am meisten Spaß hatte. Jana hat sich im Laufe der Woche zu einem richtigen Cowgirl entwickelt. Den ganzen Tag saß sie singend am liebsten auf dem schwarzen Pferd. Leo ist meistens lieber gelaufen. Wir glauben, weil er auf dem Pferd meistens in den Schlaf geschunkelt wurde. Jedenfalls ist er doch ein paar Mal beim Reiten eingeschlafen. 

  

Landschaftlich war es einfach der Wahnsinn! Unglaublich schöne Täler mit Schneebergen rechts und links, vor und hinter einem. Unbeschreiblich, auf Fotos leider nur beschränkt einzufangen. 

  

Jetzt sind wir wieder zurück in Bishkek. Morgen früh treffen wir uns noch mit Asel, der Couchsurferin hier, und fahren mit ihr zu ihrer Yurte. Abends geht’s dann zum Flughafen, wo wir schlafen werden und dann um fünf Uhr frühs Richtung Heimat starten. Wir freuen uns auf euch!

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